Der Leitfaden zur Erklärung des Unterschieds zwischen Business Glossary, Data Catalog und Data Dictionary

Der Leitfaden zur Erklärung des Unterschieds zwischen Business Glossary, Data Catalog und Data Dictionary

Sie haben die Daten in den Mittelpunkt aller Strategien Ihres Unternehmens gestellt, aber die Datenmenge, die Sie verarbeiten müssen, explodiert. Sie benötigen daher nicht nur einen vollständigen Überblick über Ihre Datenbestände, sondern auch eine Vorstellung davon, wie diese genutzt werden können.

Dazu können Sie die Maßnahmen und Vorteile von drei wesentlichen Tools kombinieren: Data Catalog, Data Dictionary und Business Glossary. Lesen Sie unseren Leitfaden!

Daten zu produzieren ist sehr gut. Business-Intelligence daraus zu ziehen, ist noch besser! Da die Entwicklung einer echten Datenkultur den Schwerpunkt Ihrer Entwicklungsstrategie bildet, müssen Sie die in den Daten verfügbaren Informationen in ein operatives Werkzeug zur Entscheidungsfindung oder zur Orientierung vor Ort umwandeln. Mit einem Ansatz, der Daten und Geschäft miteinander verbindet, verleihen Sie Ihrem Unternehmen (und Ihren Teams) neuen Schwung.

Dafür müssen Sie sich jedoch auf drei wesentliche Tools stützen: einen Data Catalog, ein Data Dictionary und ein Business Glossary. Drei unverzichtbare Lösungen, die Ihnen helfen, Ihre Organisation und Ihre Datenmanagementstrategie zu verbessern. Und obwohl sie miteinander verbunden sind, sind diese Tools tatsächlich sehr unterschiedlich!

Was ist ein Datenkatalog und was sind seine wichtigsten Vorteile

 

Ein Datenkatalog ist ein detailliertes Inventar, in dem die Daten aus allen Datenquellen Ihres Unternehmens aufgelistet sind. Wenn sie vollständig katalogisiert wurden, sind die Daten für Ihre Teams leichter zugänglich, verständlicher und besser nutzbar. Ein Datenkatalog kann verschiedene Arten von Informationen sammeln und auflisten, z. B. Datensätze und ihre zugehörigen Felder, Datenprozesse, Visualisierungen, Glossarobjekte (siehe Abschnitt unten) oder auch personalisierte Informationen, die für Ihr Unternehmen typisch sind.

Der Data Catalog spielt eine entscheidende Rolle in Ihrer Datenstrategie, da er Ihre Daten rationalisiert, indem er einen Überblick über die Datenqualität, die Verfügbarkeit und die zugehörigen Metadaten wie Beschreibungen, Eigentümer, Herkunft, Formate usw. liefert. Einer der größten Vorteile eines Datenkatalogs besteht darin, dass er die Zusammenarbeit rund um die Daten in Ihrer Organisation fördert, da er es Ihren Teams ermöglicht, zusammenzuarbeiten, um Daten effektiver zu identifizieren, zu verstehen und zu nutzen.

Schließlich ermöglicht der Datenkatalog durch die Zentralisierung der verfügbaren Informationen die Aufrechterhaltung eines hohen Qualitätsniveaus der Datenbestände, indem er sicherstellt, dass die Daten korrekt identifiziert, klassifiziert, dokumentiert und gepflegt werden.

Warum sollte man ein Business Glossary einführen und wozu?

 

Ein Business Glossary ist ein Instrument, das dabei hilft, ein gemeinsames Verständnis von Begriffen und Definitionen im Zusammenhang mit den in einem Unternehmen verwendeten Begriffen zu schaffen. Es hat die Aufgabe, die Kommunikation zu erleichtern und Fehler oder Missverständnisse bei der Verwendung von Begriffen in Ihrem Unternehmen zu reduzieren. Es kann Definitionen von technischen, finanziellen und geschäftlichen Begriffen, Normen und Verfahren oder andere für Ihr Unternehmen relevante Bereiche umfassen.

Wenn Sie ein Business Glossary erstellen, führt dies fast automatisch auch zu einer Verbesserung der Datenqualität, da Sie sicherstellen, dass die Daten eindeutig definiert und verstanden werden. Im Fokus: eine Verringerung der Fehler bei der Eingabe, eine Standardisierung der Datenformate und eine höhere Datenzuverlässigkeit.

Darüber hinaus hat ein Business Glossary den Vorteil, dass es Sie bei der besseren Verwaltung der Compliance unterstützt, indem es Begriffe und Definitionen standardisiert, die in Berichten und Compliance-Dokumenten verwendet werden.

Schließlich trägt ein Business Glossary zu schnelleren und zuverlässigeren Entscheidungen bei, da es eine gemeinsame Wissensbasis für alle Beteiligten in der Entscheidungskette bietet.

Wie unterscheidet es sich von einem Data Dictionary?

 

Das Data Dictionary (Datenwörterbuch) ist eine dritte Lösung, mit der Sie Ihre Datenstrategie stärken und dynamischer gestalten können. Dieses Datenmanagement-Tool liefert detaillierte Informationen über die in Ihrem Unternehmen verwendeten Daten und stützt sich dabei auf eine Reihe von Metadaten. Diese Metadaten beschreiben die Daten, ihre Struktur, ihr Format, ihre Bedeutung, ihren Eigentümer und ihre Verwendung.

Diese Beschreibung hilft Ihren Mitarbeitern, die täglich mit den Daten arbeiten, die Daten zu verstehen und sie besser zu nutzen. Das Data Dictionary ist auch ein wichtiges Instrument für das Datenqualitätsmanagement, da es hilft, Fehler und Inkonsistenzen zu identifizieren.

Letztendlich erleichtert das Data Dictionary die Wiederverwendung von Daten, da es Informationen über vorhandene Daten und ihre Bedeutung bereitstellt. So können sie leicht in neue Anwendungen oder Projekte integriert werden.

Haben Sie Lust, Ihrer Datenstrategie neuen Schwung zu verleihen? Durch die Kombination von Business Glossary, Data Catalog und Data Dictionary können Sie sich auf eine vollständige und konsistente Sicht der in Ihrem Unternehmen verwendeten Daten und Geschäftsbegriffe stützen.

Die 5 Ansätze eines Datenkatalogs zur Förderung der Data Literacy in Unternehmen

Die 5 Ansätze eines Datenkatalogs zur Förderung der Data Literacy in Unternehmen

In der modernen Welt sammeln Unternehmen aller Branchen riesige Datenmengen aus verschiedenen Quellen, z. B. aus vernetzten Objekten (IoT), Anwendungen oder sozialen Netzwerken. Diese Datenexplosion hat neue Möglichkeiten für die Unternehmen geschaffen, um wertvolle Informationen über ihre Geschäftstätigkeit, Kunden und Märkte zu erhalten. Diese Chancen können jedoch nur dann genutzt werden, wenn die Unternehmen die Daten beherrschen, um sie zu verstehen und effektiv zu nutzen.

Tatsächlich bezieht sich Data Literacy oder Datenkompetenz auf die Fähigkeit, Daten zu lesen, zu verstehen, zu analysieren und zu interpretieren. Sie ist eine Schlüsselkompetenz, damit Einzelpersonen und Organisationen wettbewerbsfähig bleiben und Entscheidungen auf der Grundlage konkreter Informationen treffen können. Laut einer aktuellen Studie von Accenture haben Unternehmen, welche die Data Literacy fördern, bessere Chancen, ihre Initiativen zur digitalen Transformation erfolgreich umzusetzen.

Um eine Organisation mit hoher Datenkompetenz zu fördern, müssen Unternehmen ihren Mitarbeitern einen einfachen Zugang zu qualitativ hochwertigen, gut organisierten, gut dokumentierten und leicht zu verwendenden Daten bieten. Hier kommt ein Datenkatalog ins Spiel.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die fünf Ansätze, mit denen ein Data Catalog die Data Literacy in Organisationen fördert.

Definition des Begriffs Datenkatalog

 

Bei Zeenea definieren wir den Data Catalog als ein detailliertes Inventar aller in einer Organisation verfügbaren Daten und Informationen. Ein Datenkatalog bietet eine einfach zu bedienende Schnittstelle, um Unternehmensdaten zu finden, zu verstehen und ihnen zu vertrauen.

Der Datenkatalog wurde zur Vereinheitlichung aller Daten eines Unternehmens geschaffen. Mit seiner Hilfe können Datenmanager und Datennutzer ihre Produktivität und Effizienz steigern. Bereits 2017 erklärte Gartner Datenkataloge zum „neuen schwarzen Gold des Datenmanagements und der Datenanalyse“. In „Augmented Data Catalogs: Now an Enterprise Must-Have for Data and Analytics Leaders“, führt das Institut weiter aus, dass „die Nachfrage nach Datenkatalogen rasant wächst, da viele Unternehmen nach wie vor Schwierigkeiten haben, sehr unterschiedliche und weit verteilte Daten zu finden, zu katalogisieren und zu analysieren“.

Ein Datenkatalog ist daher ein entscheidendes Instrument zur Förderung der Data Literacy in einer Organisation.

1. Ein Datenkatalog zentralisiert alle Daten in einer einzigen Quelle der Wahrheit

 

Ein Datenkatalog sammelt und aktualisiert automatisch alle Unternehmensdaten aus verschiedenen Quellen in einem zentralen Repository – mit dem Ziel, einen Überblick über die gesamte Datenlandschaft des Unternehmens zu schaffen. Durch die Verschlagwortung der Metadaten des Unternehmens erhöhen Datenkataloge die Sichtbarkeit der Daten und ermöglichen es den Benutzern, ihre Informationen von verschiedenen Systemen aus leicht zu finden.

Datenkataloge helfen dabei, Silos zwischen verschiedenen Abteilungen und Teams aufzubrechen, indem sie ein einziges, durchsuchbares Repository aller verfügbaren Datenbestände bereitstellen. Somit ist kein technisches Fachwissen mehr erforderlich, um auf das Datenökosystem eines Unternehmens zuzugreifen und es zu verstehen – Organisationen können dann problemlos zusammenarbeiten und ihre Informationsbestände auf einer einzigen Plattform austauschen.

2. Ein Data Catalog erhöht durch erweiterte Dokumentationsmöglichkeiten das Wissen über die Daten

 

Mithilfe von Datenkatalogen können Sie durch die Automatisierung der Dokumentationsfähigkeiten das Wissen über die Daten unternehmensweit verbessern. Wenn Sie den Datenproduzenten diese Dokumentationsfunktionen zur Verfügung stellen, erhalten die Benutzer beschreibende Informationen zu ihren Datenbeständen, wie z. B. deren Bedeutung, Verwendung und Relevanz für die Geschäftsprozesse. Diese automatisierten Dokumentationsfunktionen des Datenkatalogs bieten den Benutzern die Möglichkeit, die Daten leichter zu verstehen und zu nutzen, und fördern so das Datenwissen im gesamten Unternehmen.

Durch die Sicherstellung einer genauen, einheitlichen und aktuellen Dokumentation können Organisationen mit einem Datenkatalog außerdem das Risiko von Fehlern und Inkonsistenzen im Datenbestand verringern. Die Daten gewinnen folglich an Zuverlässigkeit, was für fundierte Entscheidungen und bessere Unternehmensergebnisse von entscheidender Bedeutung ist.

3. Ein Datenkatalog ermöglicht eine bessere Data Discovery

 

Data Discovery ist der Prozess der Erkundung und Analyse von Daten, um Informationen zu gewinnen und verborgene Muster oder Beziehungen zu entdecken. Diese unverzichtbare Funktion des Datenkatalogs fördert die Datenkompetenz. Die Nutzer entwickeln ein besseres Verständnis für die Daten, mit denen sie arbeiten, und werden dazu ermutigt, die richtigen Fragen zu stellen und die Daten eingehender zu erkunden.

Mithilfe von Data-Discovery-Funktionen hilft ein Data Catalog seinen Benutzern, Muster und Trends in den Daten zu erkennen. Indem sie die Daten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, können die Nutzer Korrelationen, Beobachtungen und andere Muster erkennen, die in den Rohdaten nicht sofort ersichtlich wären. Auf diese Weise können die Nutzer neues Wissen erwerben und ein tieferes Verständnis für die Daten entwickeln, mit denen sie arbeiten.

4. Ein Datenkatalog stellt über ein Business Glossary ein gemeinsames Datenvokabular zur Verfügung

 

Ein Business Glossary ist ein zentrales Element des Datenkatalogs, da es eine gemeinsame Sprache und ein gemeinsames Verständnis für Geschäftsbegriffe und Definitionen für die gesamte Organisation vermittelt. Ein Business Glossary definiert die Bedeutung der wichtigsten geschäftlichen Begriffe und Konzepte, sodass die Datenkonsumenten den Kontext und die Relevanz der Datenbestände verstehen können.

So helfen Datenkataloge den für die Daten zuständigen Teams, Missverständnisse zu vermeiden und das Vertrauen in den Datenbestand des Unternehmens zu maximieren. Auf diese Weise wird das Datenverständnis und die Data Literacy in der gesamten Organisation vorangetrieben.

5. Ein Datenkatalog bietet leistungsstarke Lineage-Funktionen

 

Die Data Lineage ermöglicht ein klares Verständnis für den Ursprung und die Transformation von Daten. Das ist besonders wichtig, um erfassen zu können, wie Daten verwendet werden und wie sie mit anderen Unternehmenswerten verknüpft sind. Diese Informationen unterstützen Initiativen zur Datenverwaltung, da sie die Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Konformität der Daten gewährleisten.

Durch die Nachverfolgung von Daten von ihrer Quelle bis zu ihrem Ziel stärkt die Data Lineage das Wissen über die Daten, indem sie den Nutzern Informationen über ihren Zweck, die Geschäftsprozesse, die auf sie zugreifen, und die Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Assets liefert. Diese Informationen können den Nutzern helfen, die Relevanz und Bedeutung der Daten, mit denen sie arbeiten, zu verstehen und sie in den größeren Unternehmenskontext einzuordnen.

Der Datenverlauf kann auch dabei helfen, Anomalien, Inkonsistenzen oder Qualitätsprobleme zu erkennen, welche die Genauigkeit oder Zuverlässigkeit der Daten beeinträchtigen könnten.

Schlussfolgerung

 

Ein Data Catalog ist ein mächtiges Instrument zur Förderung von Data Literacy im Unternehmen. Durch die Zentralisierung von Daten und Metadaten, den Zugriff auf Informationen über den Weg der Daten und die Bereitstellung von Data-Discovery-Funktionen können Datenkataloge ihre Benutzer in die Lage versetzen, die Daten, mit denen sie arbeiten, leichter zu finden und zu verstehen. Ein Data Catalog ist in der Summe unerlässlich für jede Organisation, die ihre Datenkompetenz erhöhen möchte!

Data Literacy: Die unverzichtbare Kompetenz im Homeoffice

Data Literacy: Die unverzichtbare Kompetenz im Homeoffice

Die Corona-Pandemie zwang Unternehmen auf der ganzen Welt dazu, Remote-Arbeit und Homeoffice als neue Norm einzuführen. Laut McKinsey & Company hat die Pandemie den Trend zur Remote-Arbeit deutlich beschleunigt, indem sie bis zu 25 % mehr Arbeitnehmer als ursprünglich geschätzt dazu zwang, ihre Arbeitsweise zu ändern. Und in einer Welt, in der das Homeoffice zur Norm wird, ist es umso wichtiger geworden, Entscheidungen auf der Grundlage zuverlässiger und greifbarer Daten zu treffen.

Die Remote-Arbeit stellt datengetriebene Unternehmen jedoch vor eine Reihe von Herausforderungen. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, müssen Ihre Mitarbeiter im Homeoffice in der Lage sein, die Daten genau zu verstehen, zu analysieren und zu interpretieren. Daher ist Data Literacy, also die Datenkompetenz, zu einer wichtigen Fähigkeit geworden, damit Ihre Mitarbeiter in einem Remote-Umfeld erfolgreich sein können.

In diesem Artikel befassen wir uns mit der Bedeutung von Data Literacy in einer Welt, in der Menschen mobil arbeiten. Wir betrachten ihre Vorteile und Herausforderungen sowie die Best Practices, die Unternehmen bei der Umsetzung von Data Literacy anwenden können.

Die Bedeutung der Data Literacy

 

Eine kurze Definition des Begriffs der Data Literacy. Es handelt sich um die Fähigkeit, Daten zu verstehen, zu analysieren und über sie zu kommunizieren. Denn im heutigen, sich schnell verändernden und zunehmend datengetriebenen Umfeld befähigt Data Literacy die Menschen, die Daten, mit denen sie arbeiten, besser zu verstehen, sie kritisch zu analysieren und auf der Grundlage des Wissens, das sie aus den Datenbeständen gewinnen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Die Bedeutung von Data Literacy kann in der heutigen Arbeitswelt daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Menge der von Unternehmen erzeugten Daten nimmt exponentiell zu, und die Fähigkeit, auf Daten zuzugreifen und sie zu interpretieren, ist entscheidend, um die besten strategischen Entscheidungen zu treffen. Mit der richtigen Datenkompetenz können Mitarbeiter Rohdaten in verwertbare Informationen umwandeln, die ihnen helfen, Muster und Trends zu erkennen und letztlich ihre strategischen und geschäftlichen Ziele zu erreichen.

Herausforderungen für die Entwicklung von Datenkompetenzen im Rahmen der Remote-Arbeit

 

Bei der Remote-Arbeit befinden sich die Beschäftigten physisch nicht am selben Ort wie ihre Kollegen oder die Datenquellen, die sie nutzen. Daher müssen Mitarbeiter im Homeoffice in der Lage sein, selbstständig auf Daten zuzugreifen, ohne auf persönliche Interaktionen angewiesen zu sein. Data Literacy ist daher entscheidend, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter im Homeoffice effektiv im Datenbestand des Unternehmens navigieren und diesen nutzen können und dass sie in der Lage sind, ihre Daten effektiv an ihre Kollegen weiterzugeben. Denn ohne direkte Interaktion besteht die Gefahr, dass mobile Mitarbeiter nicht die Beratung oder Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um ihre Datenkompetenz zu entwickeln.

Eine weitere große Herausforderung ist der fehlende Zugang zu Datenquellen. Mitarbeiter im Homeoffice müssen schnell und einfach auf Datenquellen zugreifen können, um die enthaltenen Informationen analysieren zu können. Darüber hinaus können sie auch mit Herausforderungen im Bereich der Sicherheit und des Datenschutzes konfrontiert werden. Eine effektive Datenverwaltung und -analyse ist daher besonders wichtig, um sicherzustellen, dass mobile Mitarbeiter sicher und effektiv auf Daten zugreifen und diese nutzen können.

Schließlich verfügen viele Unternehmen, die sich bemühen, ihre Daten zu beherrschen, nicht immer über die richtigen Tools für die Datenverwaltung. Ohne diese dedizierten Lösungen kann es schwierig sein, Daten effektiv zu sammeln, zu organisieren und zu analysieren. Wenn Datennutzer zudem nicht über den zugehörigen Kontext verfügen, sind sie gezwungen, ihre Datenbestände isoliert und unvollständig zu betrachten. Die richtigen Datenmanagement-Tools wie Software zur Visualisierung von Daten, Lösungen für die Katalogisierung und Plattformen für die Data Discovery können Datenmanagement-Teams dabei unterstützen, den Datenbestand besser zu verstehen und tiefere Einblicke zu gewinnen – was zu einer besseren Kontrolle der Daten führt.

Die Vorteile der Data Literacy für Mitarbeiter, die mobil arbeiten

 

 Wenn sie effektiv umgesetzt wird, bietet die Data Literacy viele Vorteile für Mitarbeiter im Homeoffice.

Zunächst ermöglicht die Data Literacy eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Kollegen. Wenn mobile Mitarbeiter wissen, wie Daten zu verstehen und zu analysieren sind, können sie ihre Ideen und Erkenntnisse mit ihren Kollegen teilen, wodurch bessere Entscheidungen getroffen und bessere Ergebnisse erzielt werden können. Die Data Literacy ermöglicht es Mitarbeitern im Homeoffice also, Daten verständlich und prägnant darzustellen, sodass sie diese besser verstehen und entsprechend handeln können.

Zweitens kann die Data Literacy die Produktivität und Effizienz steigern. Mitarbeiter an entfernten Standorten können schnell und genau auf Daten zugreifen, sie analysieren und interpretieren und so ihre Aufgaben effizienter erledigen. Durch die Nutzung von Datenwissen können mobile Mitarbeiter Muster, Trends und Anomalien in ihren Datenbeständen erkennen, die ihnen helfen, Aufgaben zu priorisieren, Prozesse zu optimieren und ihre Ziele zu erreichen.

Zu guter Letzt kann Data Literacy auch dazu beitragen, Fehler und Risiken in einer Remote-Umgebung zu reduzieren. Durch die genaue Analyse und Interpretation der Daten können die mobilen Mitarbeiter potenzielle Fehler oder Risiken erkennen, bevor sie auftreten, und so proaktiv Maßnahmen ergreifen. Darüber hinaus verringert Data Literacy die Wahrscheinlichkeit, dass Entscheidungen auf der Grundlage von Annahmen oder unvollständigen Informationen getroffen werden. Durch die Nutzung von Datenwissen können Mitarbeiter im Homeoffice sicherstellen, dass ihre Entscheidungen fundiert, objektiv und im Einklang mit den Zielen des Unternehmens sind.

Bewährte Verfahren zur Schaffung einer Umgebung für mobile Mitarbeiter, die Data Literacy ermöglicht

 

Die Stärkung der Datenkompetenz in einer Remote-Umgebung kann sich als schwierig erweisen, aber es gibt mehrere Strategien, die zur Entwicklung dieser Kompetenzen eingesetzt werden können.

Eine dieser Lösungen besteht darin, Mitarbeiter im Homeoffice Online-Schulungen und -Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können. E-Learning-Module, Kurse und Webinare können ihnen helfen, ihre Kenntnisse im Bereich der Analyse, Interpretation und Präsentation von Daten zu vertiefen. Die Bereitstellung und der Zugang zu Online-Ressourcen wie Datenvisualisierungstools, Dashboards und Analyseplattformen kann mobile Mitarbeiter in die Lage versetzen, Daten selbstständig zu untersuchen und zu analysieren.

Eine andere Strategie zur Stärkung der Data Literacy in einer Remote-Umgebung besteht darin, sie zu einem festen Bestandteil der Remote-Arbeit zu machen. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter im Homeoffice dazu ermutigen, ihr Wissen und ihre Ergebnisse mit ihren Kollegen zu teilen, kann eine Kultur der Zusammenarbeit und des Teilens entstehen, welche die Entwicklung der Datenkompetenz in der gesamten Organisation vorantreibt.

Die Zukunft der Datenkontrolle bei der Remote-Arbeit

 

Da Daten im Mittelpunkt der Remote-Arbeit stehen, wird die Notwendigkeit für mobile Mitarbeiter, ihre Datenkenntnisse zu entwickeln und zu vertiefen, immer größer. Durch Investitionen in die Weiterbildung und Verbesserung der Data Literacy können Mitarbeiter im Homeoffice Daten effektiv nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen, die Produktivität zu steigern und Fehler und Risiken zu reduzieren.

Wir bei Zeenea sind davon überzeugt, dass die Data Literacy eine Schlüsselkompetenz für jedes datengetriebene Unternehmen ist. Deshalb haben wir eine Data-Discovery-Plattform für alle Daten- und Geschäftsinitiativen entwickelt, von Anwendungen zur Verwaltung von Metadaten über die Suche und das Data Mining bis hin zu Data Governance, Compliance und Cloud-Transformationsinitiativen.

Sind Sie bereit, das Potenzial der Daten Ihrer mobilen Mitarbeiter zu nutzen?

Aufbau einer Datenkultur: Erfolge, Prioritäten und Hindernisse für datengetriebene Unternehmen – BARC Data Culture Survey 23

Aufbau einer Datenkultur: Erfolge, Prioritäten und Hindernisse für datengetriebene Unternehmen – BARC Data Culture Survey 23

Wir freuen uns, die Arbeit des Forschungsinstituts BARC zu unterstützen, und bieten Ihnen die Möglichkeit, die neueste Studie „Data Culture Survey 23“ hier kostenlos herunterzuladen .

In der letztjährigen Studie definierte BARC den Zugang zu Daten als wichtigsten Aspekt seines Data Culture Frameworks. In diesem Jahr hat das Forschungsinstitut eine Bestandsaufnahme der Erfahrungen und Projekte von Unternehmen in Bezug auf ihre Bestrebungen, eine echte Data Culture einzuführen, durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf eben diesem Zugang zu Daten liegt.

Wir freuen uns, die Arbeit des Forschungsinstituts BARC zu unterstützen, und bieten Ihnen die Möglichkeit, die neueste Studie „Data Culture Survey 23“ hier kostenlos herunterzuladen.

In der letztjährigen Studie definierte BARC den Zugang zu Daten als wichtigsten Aspekt seines Data Culture Frameworks. In diesem Jahr hat das Forschungsinstitut eine Bestandsaufnahme der Erfahrungen und Projekte von Unternehmen in Bezug auf ihre Bestrebungen, eine echte Data Culture einzuführen, durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf eben diesem Zugang zu Daten liegt.

Die Studie stützte sich auf die Ergebnisse einer weltweiten Online-Umfrage, die im Juli und August 2022 durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde innerhalb des BARC-Panels sowie über Websites und Newsletter beworben. Insgesamt nahmen 384 Personen an der Umfrage teil, aus einer Vielzahl an Rollen, Sektoren und Unternehmensgrößen.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Erfolge, Prioritäten und Hindernisse bei der Einführung einer Datenkultur – ein Auszug aus der von BARC durchgeführten Umfrage 2023.

Datenkultur: Vielversprechende Vorteile und Erwartungen

 

Wie wir in einem früheren Artikel erwähnt haben, ist die Verbesserung der Entscheidungsfindung einer der Hauptvorteile einer Datenkultur. Und laut BARC war knapp die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen auf diesem Weg erfolgreich.

Wie die folgende Grafik zeigt, ist der Vorteil, bei dem die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität am geringsten ist, „eine höhere Akzeptanz von Entscheidungen“. Für knapp ein Drittel der Teilnehmer war dies ein wünschenswertes Ziel, und fast alle haben es erreicht.

Die Best-in-Class-Unternehmen* beweisen, dass die Verbesserung ihrer Datenkultur Vorteile bietet. Die Vorteile sind deutlich häufiger als bei Laggards*, wobei die Unterschiede zwischen ihnen am größten sind, wenn es darum geht, durch die Nutzung von Daten einen Wettbewerbsvorteil und zu erzielen und die Umsätze zu steigern.

Das BARC erwähnt auch, dass in Europa mehr als 50 % der Teilnehmer größere Vorteile durch den Abbau von Datensilos und ein verteiltes Verständnis von Daten erwarten. Deutlich mehr als in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum! Allerdings sind die realen Erfolge in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum deutlich höher, was wahrscheinlich auf die höhere Akzeptanz neuer Technologien (Datenprodukte) in diesen Regionen zurückzuführen ist.

Positive Effects Of Data Culture Barc Data Culture Survey 23

Initiativen von Unternehmen zur Verbesserung ihrer Datenkultur

40 % der Teilnehmer planen keine Initiativen im Bereich der Datenkultur.

Insgesamt hat im Vergleich zu 2021 die Bedeutung von Dateninitiativen in jedem der sechs Aspekte des BARC-Frameworks für Datenkultur zugenommen: Strategie, Governance, Zugang, Literacy, Kommunikation und Leadership.

Die wichtigste und am häufigsten umgesetzte Initiative ist die strategische Initiative, die 94 % der Befragten für relevant halten und 73 % bereits gestartet haben oder planen, sie zu starten.

Die Governance-Initiative ist eng mit der strategischen Initiative verknüpft. Data Governance wird als Instrument für den Aufbau eines sicheren, durchgängigen und zuverlässigen Datenökosystems betrachtet, das den geschäftlichen und rechtlichen Anforderungen entspricht. So hat ein Drittel der Befragten bereits Governance-Initiativen umgesetzt und 36 % planen dies zu tun.

Auch das Data-Leadership wird in 92 % der Unternehmen als relevant angesehen. Allerdings haben nur 20 % ein solches System eingeführt und 35 % haben dies geplant.

Current Status And Relevance Of Data Culture Initiatives Barc Data Culture Survey 23

Tatsächlich hängt der Bereich Data Leadership insbesondere von den Führungskräften ab. Das BARC weist in seiner Umfrage „Strategies for Driving Adoption and Usage with BI and Analytics“ darauf hin, dass eine neue Generation von datengetriebenen Führungskräften als stärkster Treiber für die Einführung und Nutzung von BI- und Analysetools genannt wurde.

Eine interessante Bemerkung zu CxOs: 81 % der Befragten gaben an, dass Initiativen zur Datenkompetenz bereits umgesetzt wurden oder geplant sind. Sowohl Mitarbeiter in operativen Funktionen als auch Datenanalyse-Experten berichten jedoch von einer weit weniger verbreiteten Aktivität – es gibt noch einiges zu tun, um die Führungskräfte davon zu überzeugen, dass Verständnis und Kommunikation noch lange nicht so weit fortgeschritten sind, wie sie denken!

Initiativen zum Datenzugang sind insgesamt besonders relevant: 96 % der Teilnehmer haben diese bereits umgesetzt! Data Literacy und Datenkommunikation liegen weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen, wobei etwa 40 % der Teilnehmer keine Initiativen in diesen Bereichen planen.

Hindernisse, die bei der Umsetzung einer Datenkultur überwunden werden müssen

 

Laut BARC stellen fehlende Ressourcen, fehlendes Wissen, fehlende Organisation und Kommunikation die größten Hindernisse bei der Einführung einer Datenkultur dar. Sie sind seit langem die größten Herausforderungen für Datenverantwortliche. Eine besondere Sorge ist, dass viele Unternehmen Initiativen zur Verbesserung der Datenkultur Vorrang einräumen, diese jedoch die wichtigsten Probleme nicht direkt angehen.

Beispielsweise ist der Mangel an Datenwissen die zweithäufigste Herausforderung, die von den teilnehmenden Unternehmen jedoch nicht mit hoher Priorität behandelt wird. Im Gegensatz zu Datenstrategie, Data Governance und dem Zugang zu Daten gehört die Datenkultur zu jenen Initiativen, bei denen viel geplant, aber relativ wenig umgesetzt wird.

Denn die vorherrschende Meinung ist, dass der Kauf einer bestimmten Technologie oder Software die Datenprobleme löst. Das BARC behauptet, dass dies jedoch nicht der Fall ist. Beispielsweise wird ein Data Catalog ohne die entsprechende Organisation (Rollen, Zuständigkeiten, Prozesse) und ohne die aktive Nutzung durch die Datenkonsumenten und -produzenten nie in der Lage sein, die Vorteile zu bieten, für die er konzipiert wurde.

Dazu gehören auch Data-Leadership und Datenkommunikation: Von Anfang an sollte es das Ziel sein, alle mit ins Boot zu holen, sie in die Verantwortung zu nehmen und mit gutem Beispiel für datengetriebenes Handeln voranzugehen. Dazu muss der nötige Raum geschaffen werden, beginnend mit der Entwicklung einer Datenstrategie.

Main Obstacles For Data Culture Initiatives Barc Data Culture Survey 23

Erfahren Sie mehr über die Trends im Bereich der Datenkultur: Laden Sie die BARC Data Culture Survey herunter.

Wenn Sie mehr über die Ergebnisse dieser Studie erfahren möchten, können Sie das Dokument kostenlos herunterladen.

Sie erhalten wertvolle Informationen über:

● die Bewertung verschiedener Ansätze für den Zugang zu Daten,
● die Auswirkungen der Einführung einer Data Culture,
● die Herausforderungen bei der Einführung des Zugangs zu Daten,
● und vieles mehr.

* Die Stichprobe wurde in „Best-in-Class (Klassenbeste)“ und „Laggards (Nachzügler)“ unterteilt, um Unterschiede in Bezug auf die aktuelle Data Culture in den Unternehmen zu beschreiben. Diese Einteilung erfolgte auf der Grundlage der Frage „Wie beurteilen Sie die Datenkultur Ihres Unternehmens im Vergleich zu Ihren wichtigsten Mitbewerbern?“. Unternehmen, deren Datenkultur deutlich besser ist als die ihrer Konkurrenten, werden als „Best-in-Class“ bezeichnet, wohingegen Unternehmen, deren Datenkultur etwas oder deutlich schlechter als die ihrer Mitbewerber ist, als „Laggards“ klassifiziert werden.
Die Trends des Jahres 2022 bei Entscheidungsprozessen in datengetriebenen Unternehmen – BARC Data Culture Survey 23

Die Trends des Jahres 2022 bei Entscheidungsprozessen in datengetriebenen Unternehmen – BARC Data Culture Survey 23

Wir freuen uns, die Arbeit des Forschungsinstituts BARC zu unterstützen, und bieten Ihnen die Möglichkeit, seine neueste Studie, die „Data Culture Survey 23“ hier kostenlos herunterzuladen.

In der letztjährigen Studie definierte BARC den Zugang zu Daten als wichtigsten Aspekt seines Data Culture Frameworks. In diesem Jahr hat das Forschungsinstitut eine Bestandsaufnahme der Erfahrungen und Projekte von Unternehmen in Bezug auf ihre Bestrebungen, eine echte Data Culture einzuführen, durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf eben diesem Zugang zu Daten liegt.

Die Studie stützte sich auf die Ergebnisse einer weltweiten Online-Umfrage, die im Juli und August 2022 durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde innerhalb des BARC-Panels sowie über Websites und Newsletter beworben. Insgesamt nahmen 384 Personen an der Umfrage teil, aus einer Vielzahl an Rollen, Sektoren und Unternehmensgrößen.

In diesem Artikel finden Sie eine Bestandsaufnahme, welche Rolle Daten in den Entscheidungsprozessen datengetriebener Organisationen spielen – ein Auszug aus der von BARC im Jahr 2023 durchgeführten Studie.

Datenbasierte vs. intuitive Entscheidungen

74 % der Best-in-Class*-Unternehmen stützen sich bei ihren Entscheidungsprozessen auf Daten

Im Laufe der Jahre haben sich Unternehmen bei ihren Entscheidungen zunehmend auf Daten und deren Analysen gestützt, anstatt sich ausschließlich auf die eigene Erfahrung oder Intuition zu verlassen. Doch auch wenn der Anteil der Unternehmen rückläufig ist, die Entscheidungen ausschließlich auf der Grundlage von Erfahrungswerten treffen, sind diese nicht vollständig vom Radar verschwunden. In der BARC Data Culture Survey 23 gab die Hälfte der befragten Organisationen an, dass ihre Entscheidungsprozesse auf einem Mix aus Daten und Intuition beruhen. Insbesondere 2021 wurde ein massiver Wandel hin zu datengestützten Entscheidungen beobachtet, der wahrscheinlich auf externe Faktoren wie die Corona-Pandemie zurückzuführen ist.

Der Wert von Daten für die Entscheidungsprozesse ist daher ein zentrales Thema für die meisten Unternehmen, insbesondere im aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umfeld. Die größte Herausforderung ist mit der Fähigkeit verbunden, diesen Wert zu angemessenen Kosten zu liefern.

Interessanterweise stützen sich 74 % der Best-in-Class*-Unternehmen bei ihren Entscheidungsprozessen auf Daten. Wenn man sich die folgenden Zahlen genauer ansieht, erkennt man einen deutlichen Unterschied zwischen diesen Musterschülern und dem Durchschnitt aller teilnehmenden Unternehmen. Tatsächlich treffen nur 32 % von ihnen ausschließlich auch Daten gestützte Entscheidungen.

Are Decisions In Your Company Based On Data Or Gut Feeling

Die besonders datengetriebenen Abteilungen in Unternehmen

Auf die Frage, welche Abteilungen ihrer Meinung nach besonders datengetrieben arbeiten, antworteten 59 % der Unternehmen, dass dies ihre Finanz-/Buchhaltungsabteilung sei, gefolgt von Verkauf/Vertrieb mit 44 %. Diese Antworten waren zu erwarten, da diese Abteilungen am häufigsten BI- und Analysetools einsetzen. BARC beobachtete aber auch, dass die Abteilungen Logistik/Lieferkette und Produktion wesentlich höhere Ergebnisse erzielten als erwartet. Dieser Anstieg ist das Ergebnis der in den letzten Jahren boomenden IoT-Technologien.

Most Data Driven Departments In Their Decision Making Barc Data Culture Survey 23

Entscheidungen sollten auf allen Ebenen im Unternehmen durch Daten gestützt werden

Data Knowledge ist der Schlüssel zur erfolgreichen Nutzung von Daten und Analysen – 83 % der befragten Unternehmen bestätigen, dass sie Daten/Informationen als Asset betrachten, aber nur die Hälfte nutzt sie als wichtige Umsatzquelle. In diesem Sinne identifizieren 74 % der Nutzer Data Knowledge als das Sammeln, Verknüpfen und Analysieren von Metadaten des Unternehmens.

Metadaten liefern die notwendigen Kontextinformationen, um Datenkonsumenten dabei zu helfen, die für sie relevanten Daten zu finden, zu verstehen und ihnen zu vertrauen. Die Studie zeigt jedoch, dass derzeit nur wenige Unternehmen in Technologien zur Nutzung von Metadaten investieren – während sich 95 % der Best-in-Class*-Unternehmen der Bedeutung von Investitionen in solche Technologien bewusst sind.

Die Verwendung von Daten in verschiedenen Phasen der Entscheidungsprozesse ist bemerkenswert: Auf operativer, aber auch auf taktischer Ebene in den Abteilungen gaben 39 % der Umfrageteilnehmer an, dass Entscheidungen nicht auf der Grundlage von Daten getroffen werden. Diese Zahl ist relativ hoch – eine datenbasierte Unterstützung von Entscheidungen sollte im gesamten Unternehmen auf allen Ebenen vorhanden sein.

Data Culture Agree Or Disagree Barc Survey 23

Befreien Sie den Zugriff und den Wert der Daten für Ihre Datennutzer, indem Sie eine Data Culture aufbauen

Wenn Sie mehr über die Ergebnisse dieser Studie erfahren möchten, können Sie das Dokument kostenlos herunterladen. Sie erhalten wertvolle Informationen über:

  • die Bewertung verschiedener Ansätze für den Zugang zu Daten,
  • die Auswirkungen der Einführung einer Data Culture,
  • die Herausforderungen bei der Einführung des Zugangs zu Daten,
  • und vieles mehr.

* Die Stichprobe wurde in „Best-in-Class“ und „Laggards (Zauderer)“ unterteilt, um Unterschiede in Bezug auf die aktuelle Data Culture in den Unternehmen zu beschreiben. Diese Einteilung erfolgte auf der Grundlage der Frage „Wie beurteilen Sie die Datenkultur Ihres Unternehmens im Vergleich zu Ihren wichtigsten Mitbewerbern?“. Unternehmen, deren Datenkultur deutlich besser ist als die ihrer Konkurrenten, werden als „Best-in-Class“ bezeichnet, wohingegen Unternehmen, deren Datenkultur etwas oder deutlich schlechter als die ihrer Mitbewerber ist, als „Laggards (Zauderer)“ klassifiziert werden.

Den Zugang zu Daten vereinfachen und deren Wert für Datennutzer erschließen – Entdecken Sie den BARC Data Culture Survey 23

Den Zugang zu Daten vereinfachen und deren Wert für Datennutzer erschließen – Entdecken Sie den BARC Data Culture Survey 23

Wir freuen uns, die Arbeit des Forschungs- und Beratungsinstituts BARC zu unterstützen, und stellen Ihnen hier dessen neuesten Data Culture Survey 23 kostenlos zum Download bereit.

Data culture eats data strategy for breakfast“ ist ein beliebtes Sprichwort unter Data- und Analytics-Managern und unterstreicht, wie wichtig die Abstimmung zwischen Datenstrategie und Organisationskultur ist. Tatsächlich ist Datenkultur in erster Linie eine menschliche Angelegenheit. Daten werden zu einem wertvollen Gut, wenn sie geteilt werden und für alle Mitglieder einer Organisation zugänglich sind.

In seiner letztjährigen Studie zur Datenkultur definierte BARC den Datenzugang als den wichtigsten Aspekt seines „Data Culture Framework“. In diesem Jahr hat BARC eine Bestandsaufnahme der Erfahrungen und Pläne von Unternehmen in Bezug auf die Etablierung einer echten Datenkultur mit Schwerpunkt auf Datenzugang durchgeführt. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der acht wichtigsten Erkenntnisse des BARC Data Culture Survey 23.

Management Survey: 8 Erkenntnisse zur Datenkultur in Data-Driven Enterprises

1 – Entscheidungen basieren auf einem Mix aus Daten und Intuition

Nach einem Anstieg im Jahr 2021 ist der Anteil der Unternehmen, die hauptsächlich datengestützte Entscheidungen treffen, in diesem Jahr stabil geblieben. 50 % der Unternehmen in der Studie geben an, dass sie ihre Entscheidungen in der Regel auf eine Kombination aus Daten und Intuition stützen.

2 – Wissen über Daten ist für Data- und Analytics-Experten von entscheidender Bedeutung

Fast drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie die Notwendigkeit von Investitionen in Metadaten, um diese zu verknüpfen und zu verstehen, verstanden haben. Einige der dabei verwendeten Werkzeuge sind jedoch noch nicht weit verbreitet.

3 – Datenkultur ist gewinnbringend

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen gab eine verbesserte Entscheidungsfindung als Ziel. Mehr als ein Drittel konnte durch die Nutzung von Daten Prozesse kontinuierlich verbessern und Kosten senken.

4 – Data Literacy, Leadership und Kommunikation brauchen einen Anstoß

Nur 20 % der Studienteilnehmer haben Initiativen in den Bereichen Führung, Kommunikation und Datenkultur gestartet. Die Sicht der CxOs ist bei diesem Thema ganz anders, denn 81 % von ihnen geben an, dass Data-Literacy-Maßnahmen in ihrem Unternehmen bereits eingeführt oder geplant sind, und 78 % sagen, dass dies auch für die Kommunikation rund um Daten gilt.

5 – Die Unternehmen scheinen die falschen Maßnahmen zu verfolgen

Die größten Hindernisse, die bei der Etablierung einer Datenkultur genannt werden, sind fehlende Ressourcen, mangelndes Wissen, das Fehlen klarer Rollen und Verantwortlichkeiten sowie unzureichende Kommunikation – aber genau diese Hindernisse werden am seltensten über konkrete Initiativen behandelt.

6 – Die meisten Unternehmen glauben an den „right to know“-Ansatz

Heute folgen die Unternehmen noch mehrheitlich dem „need to know“-Prinzip, was bedeutet, dass der Zugang zu Daten nur auf Antrag gewährt wird. 59 % der Befragten sehen größere Vorteile in dem liberaleren Ansatz des „right to know“ (Recht auf Wissen).

7 – Die Voraussetzungen für eine Demokratisierung des Zugangs zu Daten sind noch nicht gegeben

Die größten Herausforderungen bei der Liberalisierung des Data Access sind das mangelnde Wissen der Nutzer über Daten und die Bereitstellung eines einfachen Zugangs. Die dafür notwendigen Voraussetzungen müssen erst geschaffen werden.

8 – Data-Driven Companies setzen auf moderne Konzepte, Technologien und Metadaten

Die erfolgreichsten Unternehmen setzen Technologien und Konzepte ein, die über die klassischen Business-Intelligence-Tools hinausgehen. Dazu gehören Metadaten-Management-Tools (z. B. Datenkataloge, Data-Intelligence-Plattformen), Data-Virtualization-Tools, organisatorische Konzepte (z. B. Data Mesh) und architektonische Prinzipien wie die Data Fabric.

Erfahren Sie, wie Sie den Zugang zu Daten vereinfachen und deren Wert für Datennutzer erschließen können

Wenn Sie mehr über die Ergebnisse der Studie zur Datenkultur erfahren möchten, laden Sie den Survey kostenlos herunter und erhalten Sie Informationen über:

  • verschiedene Philosophien für den Zugang zu Daten und deren Bewertung,
  • verwendete Technologien,
  • Auswirkungen der Etablierung einer Datenkultur,
  • Herausforderungen beim Zugang zu Daten,

…und vieles mehr.

Wie wird man als Unternehmen datengesteuert? Ein Erfahrungsbericht von Airbnb

Wie wird man als Unternehmen datengesteuert? Ein Erfahrungsbericht von Airbnb

Seit 2008 ist Airbnb mit über 6 Millionen geschalteten Anzeigen und mehr als 4 Millionen Gastgebern weltweit rasant gewachsen – und hat sich damit zu einer echten Alternative zu Hotels entwickelt.

Durch die Sammlung zahlreicher Informationen über Gastgeber, Reisende, Aufenthaltsdauer, Reiseziele etc. produziert Airbnb jeden Tag riesige Datenmengen! Um all diese Daten bereinigen, verarbeiten, verwalten und analysieren zu können, musste der führende Anbieter von Übernachtungen eine starke und strenge Datenkultur in seiner Organisation einführen.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Best Practices, die bei Airbnb eingeführt wurden, um ein datengetriebenes Unternehmen zu werden – basierend auf der Präsentation von Claire Lebarz, Head of Data Science, auf der Messe Big Data & AI Paris 2022.

Die drei Reifegrade einer Datenorganisation laut Airbnb

Der Begriff Data-Driven, oder datengetrieben, ist weltweit bekannt und wird seit einigen Jahren verwendet, um Unternehmen zu beschreiben, die strategische Entscheidungen basierend auf der Analyse und Interpretation von Daten treffen. In einem wirklich datengetriebenen Unternehmen nutzen alle Mitarbeiter und Führungskräfte die Daten auf natürliche und selbstverständliche Weise und integrieren sie in ihre täglichen Aufgaben.

Laut Claire Lebarz wird der Begriff „Data-Driven“ jedoch häufig überstrapaziert: „Ich spreche lieber von drei Reifegraden, die eine Datenorganisation charakterisieren: Data Busy, Data Informed, Data Powered.“

Levels Of Maturity Data Driven

Auf der „Data Busy“-Ebene hat ein Unternehmen „datenzentrierte“ Rollen wie Data Analysts, Data Scientists oder Data Engineers in seiner Organisation eingeführt. Allerdings ist die Analysezeit dort noch nicht schnell genug, oder die Data Scientists werfen noch keine Rendite ab.

„Auf dieser Ebene gibt es nicht unbedingt Regeln für die Qualität der Daten, man traut den Daten nicht, oder sie stellen ein Nadelöhr für das Unternehmen dar“, erklärt Claire.

Auf der „Data Informed“-Ebene hat die Organisation bereits eine Data Governance eingeführt und strategische Entscheidungen beruhen zunehmend auf den KPIs des Unternehmens und nicht mehr auf dem Instinkt des Topmanagements.

Auf der „Data Powered“-Ebene schließlich, der höchsten Stufe der Reifegradmatrix, werden Daten als unternehmenskritisch betrachtet und werden so zu einem wichtigen Motor für das geschäftliche Wachstum.

„Vor allem sind die Daten nicht mehr einer Gruppe von Datenexperten vorbehalten, sondern stehen dem gesamten Unternehmen zur Verfügung – alle Mitarbeiter sind auf Daten eingestellt“, präzisiert Claire Lebarz, Head of Data Science.

 

Die 6 Schritte, die Sie laut Airbnb abschließen müssen, um Data-Driven zu werden

Schritt 1: Die wissenschaftliche Methode

Im Begriff „Data Science“ steckt das englische Wort für „Wissenschaft“, erklärt Claire. Der erste Schritt besteht also darin, sich den wissenschaftlichen Ansatz im Unternehmen zu eigen zu machen. „Es geht nicht darum, ein großes F&E-Team aufzubauen, sondern vielmehr darum, alle Annahmen, mit denen Sie arbeiten, auf Papier zu bringen und Wege zu finden, sie zu bestätigen oder nicht zu bestätigen.“

Scientific Method Airbnb

Dieser Ansatz bedeutet zu testen, zu testen und … weiter zu testen! Und einer der Ansätze dafür ist das A/B-Testing. Claire Lebarz erklärt, dass es für Airbnb während der Corona-Pandemie entscheidend war, anhand verschiedener Hypothesen über die Welt von heute und die Welt von morgen nachzudenken, um die richtigen strategischen Hebel für das Unternehmen zu finden.

Ein Beispiel, das die Bedeutung des A/B-Testings bei Airbnb unterstreicht, ist die Einführung des Filters nach Höchst- und Mindestpreisen auf der Buchungsseite. Claire erklärt, dass das Feedback hinsichtlich der User Experience tatsächlich besser war, wenn die Reisenden ihr maximales Budget für die Buchung einer Reise angeben konnten. Ohne diesen kleinen Zusatz verbrachten die Reisenden viel Zeit mit mittelprächtigen Anzeigen und entschieden sich am Ende gegen eine Buchung.

Schritt 2: Die strategische Ausrichtung der Teams

Für Claire Lebarz ist die Einführung von OKRs (Objectives & Key Results) entscheidend, um die verschiedenen Teams intern aufeinander abzustimmen. Denn die Datenteams einer Organisation neigen oft dazu, sich nur auf ihre eigenen Daten-KPIs zu konzentrieren. Um eine Datenkultur im Unternehmen zu verankern, sind gemeinsame Ziele erforderlich: „Die Strategie ist wichtiger als die KPIs.“

Und der weltweit führende Anbieter von Kurzzeitvermietungen musste feststellen, dass es an der Ausrichtung mangelte. Im folgenden Beispiel sieht man die negativen Auswirkungen auf die Sucherfahrung auf der Airbnb-Website im Jahr 2017. In dieser Grafik lieferte die Suche nach „los angeles“ Ergebnisse in mehreren Kategorien ohne wirklich erkennbare Logik für den Benutzer.

Metrics Okrs Airbnb

Jedes Team war hier für einen unabhängigen KPI verantwortlich. Das Team „Erlebnisse“ hatte das Ziel, Dinge vorzuschlagen, die man in der Stadt tun konnte, während ein anderes Team für die Städte zuständig war, die am nächsten zum Ziel der Suchanfrage lagen, etc. Alle pushten unterschiedliche Informationen, um ihre eigene Leistung zu steigern und Traffic auf ihrem Bereich der Website zu generieren.

Die Benutzer verloren den Überblick und buchten am Ende nicht, weil die Teams nicht am gleichen Strang zogen!

Schritt 3: Die Messung von Unsicherheit

Für Claire L. ist „Unsicherheit ein inhärenter Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Entscheidungsprozesse.“ Manchmal ist die beste Analyse nicht gleichbedeutend mit der besten Entscheidung. Man muss organisatorische Diskussionen führen, zum Beispiel: Wie viel Vertrauen brauchen wir, um Entscheidungen zu treffen? Welche Signale müssen wir beachten, um eine Entscheidung zu ändern?

Im Rahmen der OKRs besteht oft die Versuchung, Initiativen nicht durchzuführen, deren ROI schwer zu messen ist. Die Tatsache, dass ein KPI schwer zu messen ist, bedeutet jedoch nicht, dass die Initiative, die von ihm abhängt, nicht die beste ist. Ein Beispiel, das uns Claire als Head of Data Science nennt, sind die Branding-Kampagnen, die Airbnb beim Super Bowl in den Jahren 2017 bis 2021 durchgeführt hat.

Quantify Uncertainty Airbnb

„Branding-Kampagnen sind besonders schwierig zu messen, man kann so gut wie nie ihren Return on Investment ermitteln. Aber wenn man unsere indirekten Ergebnisse betrachtet, war der Aufbau einer schönen Branding-Strategie und die Loslösung aus der Abhängigkeit von kostenpflichtigen Kanälen wie SEM vielleicht die beste Marketingstrategie, um den organischen und direkten Traffic anzukurbeln.“

Schritt 4: Eine zentralisierte Governance

Die Governance, so Claire L., muss zentralisiert werden. Tatsächlich hat sie bei Airbnb festgestellt, dass dezentralisierte Datenteams, die an die Geschäftsführung berichten, schnell dazu führen, dass man die Objektivität der Daten im Unternehmen verliert. Sie führt aus: „Daten müssen im Unternehmen als Allgemeingut betrachtet werden, und es ist entscheidend, dass Investitionen zentral und auf der höchsten Ebene der Organisation getätigt werden. Daten müssen wie ein Produkt gehandhabt werden, dessen Kunden die Mitarbeiter sind.“

Tatsächlich gilt das Gesetz von Conway auch für Daten: „Unternehmen, die Systeme entwerfen, neigen unweigerlich dazu, Designs zu entwickeln, die Kopien der Kommunikationsstruktur ihrer Organisation sind.“ Wenn man das auf Daten überträgt, bezieht sich dieses Gesetz auf die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens, die ihre Tabellen, Analysen und Features erstellen – basierend auf ihren eigenen Definitionen – und die nicht immer mit denen der anderen Abteilungen abgestimmt sind.

Schritt 5: Eine angemessene Kommunikation

Aus der Sicht von Claire L. war die Einstellung von Data Scientists, die nicht nur technisch sehr gut sind, sondern auch gut kommunizieren können eine der besten Entscheidungen, die Airbnb getroffen hat, Tatsächlich ist das Unternehmen in den Jahren 2017–2018 sehr schnell gewachsen. Und um sich mit der Funktionsweise von Airbnb vertraut zu machen, mussten die Scientists manchmal 15 bis 20 Analysen lesen oder die Designteams viel Zeit aufwenden, um sich über die Positionierung des Unternehmens zu informieren – all das konnte schnell sehr kostspielig werden.

Airbnb hat daher seine Herangehensweise an die Analytik geändert. Anstatt klassische Memos zu erstellen, die im Laufe der Zeit häufig veralten und die ständig aktualisiert werden müssen, begann das Unternehmen, „lebende Dokumente“ zu konstruieren. „Wir haben „states of knowledge“ eingeführt, Sammlungen des gesamten Wissens eines Teams zu einem Thema – die aktualisiert werden, je nachdem wie oft eine Frage gesucht wird“, erläutert Claire.

Sie erklärt auch, wie wichtig die Kommunikation während der Corona-Pandemie war. Da die Airbnb-Teams in San Francisco überhaupt nicht mehr im Büro anwesend waren, wurde es unerlässlich, an neuen Kommunikationsformaten zu arbeiten: „Wir haben im Allgemeinen eine große Ermüdung durch E-Mails und Bildschirme beobachtet. Also suchten wir nach effektiveren Kommunikationsmitteln wie Podcast- oder Videoformaten, damit unsere Mitarbeiter sich auch anderswo als an ihren Bildschirmen informieren können. Man muss die Informationen vereinfachen und auf leicht verständliche und anschauliche Weise zur Verfügung stellen, damit alle Mitarbeiter sich die Daten zu eigen machen können“.

Schritt 6: Menschlicheres Machine Learning

Seit seinen Anfängen verwendet Airbnb Algorithmen für das Such-Matching von Gästen und Gastgebern. Es dauerte jedoch eine Weile, bis das Unternehmen diese in großen Mengen erstellen konnte – einerseits, um die Benutzererfahrung zu verbessern – und andererseits, um funktionsübergreifenden Teams zu helfen, sich bei der Diskussion über Modellierungsentscheidungen wohlzufühlen.

Humanize Machine Learning Airbnb

Claire Lebarz erklärt, dass man die Problematik umgekehrt betrachten muss, um fehlerfreie Machine-Learning-Algorithmen zu erhalten: „Anstatt zu sagen, dass ein Problem unbedingt durch Automatisierung und Machine Learning gelöst werden muss, haben wir uns schließlich auf das Gegenteil konzentriert: Welche Arten von Benutzererfahrungen wollen wir schaffen? Um dann dort, wo es sinnvoll ist, Machine Learning einzusetzen, um diese Prozesse zu verbessern.“

Die Ergänzung der Kategoriensuche auf der Airbnb-Plattform ist ein Beispiel dafür. Denn es ging darum, eine alternative Art der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit anzubieten: indem der Reisende gefragt wird, was er gerne tun würde. „Hier entfernen wir uns von unserem Grundmodell, bei dem wir anbieten, die Daten und den Ort, wann und wohin man reisen möchte, einzugeben. Jetzt können wir Sie fragen, was Sie gerne unternehmen oder haben möchten, z. B. Surfunterricht, einen schönen Blick auf den Strand oder einen Swimmingpool.“

Diese Algorithmen sind sehr arbeitsintensiv, da sie von der Dokumentation abhängen, die von den Gastgebern bereitgestellt wird. Um den Gastgebern nicht mehrere Fragen pro Woche stellen zu müssen, ist es die Aufgabe von Machine Learning, nach diesen Informationen zu suchen und sie mithilfe von Algorithmen in die richtigen Kategorien der Website hochzuladen.

Schlussfolgerung: Die drei datengetriebenen Talente laut Airbnb

Um eine echte Datenkultur zu gewährleisten, ist es von entscheidender Bedeutung, die richtigen Talente einzustellen. Claires Meinung nach sind dies die drei Datenrollen, die für ein datengetriebenes Unternehmen unerlässlich sind:

 

  • Analytics Engineers: Sie garantieren die Data Governance und die Qualität der Daten. Sie positionieren sich zwischen Data Engineering und Analytics, um sich auf Insights und Fragen zu konzentrieren.
  • Machine Learning Operators: Hierbei handelt es sich um einen neuen Beruf, der sich auf die Funktionsweise und Weiterentwicklung von Machine-Learning-Algorithmen konzentriert.
  • Data Product Managers: Sie erwecken die Art und Weise, wie man Daten als Produkt verwaltet, zum Leben und professionalisieren den Ansatz zum Umgang mit Daten im Unternehmen. Sie sorgen für Transparenz bei Roadmaps, neuen Datenfunktionen und dienen als Bindeglied zu anderen Funktionen.

„Es ist entscheidend, diese drei aufstrebenden Berufe in das Unternehmen zu holen, um wirklich „Data Powered“ zu werden!

Datenstrategie: Wie lassen sich Datensilos aufbrechen?

Datenstrategie: Wie lassen sich Datensilos aufbrechen?

Lebenszyklus eines Produkts, Marketing, Kundenbeziehungen – Daten sind im Unternehmensalltag allgegenwärtig. Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Partner – alle Glieder der Kette sammeln, analysieren und verwerten Daten auf ihre Weise. Die Gefahr: die Entstehung von Silos! Lassen Sie uns herausfinden, warum sich Ihre Daten in Silos befinden und wie Sie dies beenden können.

Ein Unternehmen besteht aus verschiedenen Fachbereichen, die ihre Handlungen koordinieren, um sich auf ihrem jeweiligen Markt durchzusetzen und Gewinne zu erzielen. Jeder dieser Fachbereiche erfüllt spezifische Aufgaben und sammelt Daten. Marketing, Vertrieb, Kundenbeziehungen, Kommunikation – all diese Einheiten sind Tag für Tag tätig und stützen ihr Handeln auf eigene Daten. Das Problem ist, dass ein Kunde auf seiner gesamten Reise eine gewisse Menge an Informationen erzeugen wird.

Zunächst nur ein Lead, dann ein Interessent, schließlich ein Kunde – ein und dieselbe Person kann den verschiedenen Abteilungen, aus denen sich Ihre Organisation zusammensetzt, bekannt sein, ohne dass das Wissen über diese Person zwischen all Ihren Teams geteilt wird.

Diese Situation bezeichnet man als Datensilo.

Mit anderen Worten: Daten sind abgeschottet, werden schlecht oder gar nicht geteilt und bleiben daher allzu oft ungenutzt. Laut einer von IDC durchgeführten Studie mit dem Titel „The Data-Forward Enterprise“, die im Dezember 2020 veröffentlicht wurde, erwarten 46 % der französischen Unternehmen, dass das Volumen der zu verarbeitenden Daten in den nächsten zwei Jahren jährlich um 40 % wachsen wird.

Fast 80 % der Unternehmen halten die Data Governance für entscheidend. Dennoch glauben nur 11 %, dass sie das volle Potenzial ihrer Daten ausschöpfen. Der häufigste Grund dafür sind Datensilos.

Was sind die wichtigsten Folgen von Datensilos?

Eines der häufigsten Probleme im Zusammenhang mit Datensilos sind Dubletten. Da die Daten von den Fachbereichen blind ausgewertet werden, liegt dies auf der Hand.

Diese Redundanzen haben jedoch unangenehme Folgen. Sie verfälschen Ihr Wissen über Ihre Produkte oder Ihre Kunden. Diese verzerrten, unvollkommenen Informationen führen sehr oft zu vagen oder gar falschen Entscheidungenv.

Dubletten belegen außerdem unnötigen Platz auf Ihren Servern. Dieser Speicherplatz bedeutet zusätzliche Kosten für Ihr Unternehmen. Abgesehen von den Auswirkungen der Datensilos auf die Entscheidungen, Strategien oder Finanzen Ihres Unternehmens gibt es auch ein dadurch verursachtes organisatorisches Defizit.

Wenn sich Ihre Daten in Silos befinden, können Ihre Teams nicht effektiv zusammenarbeiten, da sie nicht einmal wissen, dass sie dieselbe Grundlage nutzen!

In einer Zeit, in der kollektive Intelligenz zum wichtigsten Wert erhoben wird, ist dies zweifellos der größte Schaden, den Datensilos verursachen.

Warum gibt es Datensilos in Ihrem Unternehmen?

Die Ursachen für Datensilos sind vielfältig. Meistens hängen sie mit dem Aufbau und der Geschichte Ihres IT-Systems zusammen. Im Laufe der Jahre hat sich dieses System zu einem Sammelsurium von Business-Anwendungen entwickelt, die nicht immer auf Interoperabilität ausgelegt sind.

Darüber hinaus ist ein Unternehmen wie ein lebendiger Organismus. Es nimmt neue Mitarbeiter auf, wenn andere es verlassen. Im Rauschen des Alltags hat die Datenkultur große Mühe, sich in der Belegschaft zu etablieren. Und schließlich ist da auch noch der Stellenwert, den Daten in den Kernprozessen von Unternehmen spielen.

Heute sind sie zentral, vor nur fünf bis zehn Jahren waren Daten noch deutlich weniger relevant. Da Sie nun aber wissen, dass es in Ihrem Unternehmen Datensilos gibt, müssen Sie aktiv werden.

Wie lassen sich Datensilos aufbrechen?

Um den Weg weg von Datensilos einzuschlagen, müssen Sie methodisch vorgehen.

Fangen Sie damit an, sich die folgende Tatsache einzugestehen: Der Prozess wird zwangsläufig ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Die unabdingbare Voraussetzung ist eine detaillierte Auflistung und Darstellung all Ihrer Datenbanken und Ihres IT-Systems. Diese können durch verschiedene Tools erzeugt werden (E-Mails, CRM, verschiedene Tabellenkalkulationen, Geschäftsdokumente, Kundenrechnungen …).

Zunächst müssen alle Datenquellen identifiziert werden, damit sie dann in einem zweiten Schritt in einem einzigen Datensammler zentralisiert werden können. Dazu können Sie zum Beispiel mithilfe spezieller Konnektoren, auch APIs genannt, Brücken zwischen den Silos schlagen.

Der zweite Weg besteht darin, in Ihrem IT-System eine Plattform zu implementieren, auf der alle Daten zentralisiert werden.

Die Plattform fungiert als Datenaggregator und konsolidiert die Daten, indem sie Duplikate aufspürt und die aktuellsten Informationen speichert. Die Einführung eines Datenkatalogs sorgt dafür, dass nach der Einrichtung nicht erneut Datensilos entstehen.

Aber Vorsicht: Die Qualität der Daten, ihr optimierter Fluss zwischen den Abteilungen und ihre koordinierte Nutzung im Dienste der Leistung sind auch ein Projekt, in das Menschen involviert sind!

Der Austausch von Best Practices, Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen, kurz gesagt die Förderung einer Datenkultur im Unternehmen, ist der Schlüssel zur endgültigen Zerstörung von Datensilos.

Die fünf Prioritäten einer Datenkultur

Die fünf Prioritäten einer Datenkultur

Daten sind zu einem strategischen Asset für Unternehmen geworden, die innovativ sein und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. In der Hoffnung, ihre Kunden zufriedenzustellen, haben Unternehmen in den letzten Jahren in eine Vielzahl von Technologien und Talenten im Bereich Analyse investiert. Dennoch bleibt eine echte Datenkultur für viele unerreichbar, und Daten werden selten als Entscheidungsgrundlage genutzt.

Dafür gibt es einen einfachen Grund: Die Herausforderungen für Unternehmen, die datengetrieben arbeiten wollen, sind nicht technischer, sondern vielmehr kultureller Natur. Es ist viel einfacher zu erklären, wie man Unternehmensdaten in Entscheidungsprozesse einfließen lässt, als die Mentalität eines ganzen Unternehmens zu ändern! In diesem Artikel beschreiben wir fünf Möglichkeiten, wie Unternehmen bei Aufbau und Pflege einer Datenkultur unterstützt werden können.

Bis 2023 wird eine Datenkultur notwendig werden, um einen geschäftlichen Mehrwert zu erzeugen, was sich daran zeigt, dass sie formal in mehr als 80 % der Daten- und Analysestrategien sowie der Programme für das Veränderungsmanagement (Change Management) einbezogen wird.

Was ist eine Datenkultur?

Der Begriff „Datenkultur“ ist ein relativ neues Konzept, dessen Umsetzung jedoch immer wichtiger wird, insbesondere für Organisationen, die ihre Digital- und Datenmanagement-Strategien weiterentwickeln wollen. Ähnlich wie die Organisationskultur bezieht sich die Datenkultur auf ein Arbeitsumfeld, in dem Entscheidungen auf der Grundlage einer sogenannten „soliden“ Datenbasis getroffen werden und nicht einfach nur aus dem Bauch heraus.

Mit einer Datenkultur können Unternehmen ihre Daten besser organisieren, nutzen, vorhersagen und mit ihnen Werte schaffen.

Im Folgenden lesen Sie unsere fünf Tipps für den Aufbau und die Pflege einer Datenkultur:

Schritt 1: Ausrichtung auf die Unternehmensziele

„Das grundlegende Ziel der Sammlung, Analyse und Nutzung von Daten lautet, bessere Entscheidungen zu treffen.“ (McKinsey)

Vertrauen in die eigenen Daten zu haben, ist eines der wichtigsten Elemente bei der Schaffung einer Datenkultur, da Misstrauen gegenüber Daten zu einer katastrophalen Organisationskultur führt. Um den Daten vertrauen zu können, müssen sie auf die Unternehmensziele ausgerichtet sein. Um strategische und kulturelle Veränderungen zu fördern, ist es wichtig, dass sich das gesamte Unternehmen auf gemeinsame Geschäftsziele sowie auf relevante Kennzahlen zur Messung von Erfolgen oder Misserfolgen in der gesamten Organisation einigt.

Stellen Sie sich die richtigen Fragen: Wie können wir unseren Mitbewerbern nicht nur zuvorkommen, sondern auch unseren Vorsprung halten? Welche Daten würden wir benötigen, um zu entscheiden, wie unser nächstes Produktangebot aussehen soll? Wie verhält sich unser Produkt auf dem Markt? Wenn Sie Daten in Ihren Entscheidungsprozess einfließen lassen, hat Ihr Unternehmen bereits den ersten Schritt zum Aufbau einer Datenkultur getan.

Schritt 2: Zerstörung von Datensilos

„Datensilos“ beziehen sich auf Abteilungen, Gruppen oder Einzelpersonen, die die Hüter der Daten sind, aber das Wissen über die Daten nicht mit anderen Bereichen des Unternehmens teilen (oder nicht wissen, wie sie es teilen sollen). Wenn entscheidende Informationen eingeschlossen und nur für einige wenige Personen zugänglich sind, hindert dies Ihr Unternehmen daran, eine abteilungsübergreifende Datenkultur zu entwickeln. Dies ist auch aus technischer Sicht problematisch: Mehrere Datenpipelines sind schwieriger zu überwachen und zu pflegen, was dazu führt, dass die Daten bereits in dem Moment wieder veraltet sind, in dem sie jemand nutzt, um eine Entscheidung zu treffen.

Um Datensilos aufzubrechen, müssen Unternehmen eine einzige Quelle der Wahrheiteinführen. Die Mitarbeiter müssen die Möglichkeit bekommen, datengestützte Entscheidungen auf der Grundlage einer zentralen Lösung zu treffen. Ein Datenkatalog ermöglicht es technischen und nicht-technischen Benutzern, die Datenbestände eines Unternehmens zu verstehen und ihnen zu vertrauen.

>> Lesen Sie unseren Artikel:Was ist ein Data Catalog? <<

Schritt 3: Einstellung datengetriebener Mitarbeitender

Bei der Einführung einer Datenkultur ist es wichtig, datengetrieben denkende Personen einzustellen. Die Unternehmen müssen sich neu organisieren, wodurch neue Rollen geschaffen werden, die diese organisatorischen Veränderungen zu unterstützen:

Data Stewards

Data Stewards steuern und stimmen die Datensysteme eines Unternehmens aufeinander ab. Sie werden oft als die „Meister der Daten“ bezeichnet und verfügen sowohl über technisches als auch über geschäftliches Wissen zu Daten. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die ordnungsgemäße Dokumentation der Daten sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass die Nutzer, wie z. B. Data Scientists oder Projektmanager jederzeit einfach auf die Daten zugreifen können

Dieser Beruf boomt! Ihre teamorientierte Rolle ermöglicht es den Datenverantwortlichen, sowohl mit technischen als auch mit fachlichen Abteilungen zusammenzuarbeiten. Sie sind der erste Datenbezugspunkt im Unternehmen und dienen als Zugangspunkt zu den Daten.

Chief Data Officers

Der Chief Data Officer (CDO) spielt eine zentrale Rolle für die Datenstrategie eines Unternehmens. Er ist dafür verantwortlich, die Gesamteffizienz der Organisation zu verbessern und einen Mehrwert rund um Ihre Daten zu schaffen. Ursprünglich hatten CDOs die Aufgabe, Unternehmen davon zu überzeugen, ihre Daten zu nutzen. In den ersten Jahre ging es dabei in der Regel um den Aufbau eines Datenuniversums, das auf die neuen Nutzungsmöglichkeiten zugeschnitten war, häufig in Form eines Data Lakes oder Data Marts. Doch mit der exponentiellen Zunahme von Daten hat die Rolle des CDO eine neue Dimension bekommen. Von nun an müssen CDOs die Organisation bereichsübergreifend und global neu denken.

Um die Unterstützung aller Mitarbeitenden für ihre Dateninitiativen zu erhalten, müssen sie ihnen nicht nur helfen, die Daten zu verstehen (Kontext, Produktion usw.), sondern auch einen Beitrag zur Datenproduktion und -nutzung zu leisten.

Schritt 4: Vernachlässigung der Metadaten vermeiden

Wenn die Daten erstellt werden, werden auch die Metadaten (Herkunft, Format, Typ usw.) erstellt. Diese Art von Informationen reicht jedoch nicht aus, um Daten richtig zu verwalten. Data Leader müssen Zeit investieren, um sicherzustellen, dass diese Informationen richtig benannt, beschriftet, gespeichert und in einer Taxonomie archiviert werden, die mit allen anderen Assets des Unternehmens übereinstimmt.

Mithilfe dieser Metadaten können Unternehmen eine bessere Datenqualität und Data Discovery sicherstellen, sodass die Teams die Daten besser verstehen können. Ohne Metadaten sehen sich Unternehmen einer großen Menge kontextloser Datensätze gegenüber, die einen geringen Mehrwert bieten.

Schritt 5: Beachtung der verschiedenen Datenschutzgesetze

Mit der Einführung der DSGVO im Mai 2018 sowie den zahlreichen weiteren Vorschriften, die in den USA, Großbritannien oder in Japan eingeführt werden, ist es für Unternehmen wichtig, die Richtlinien zur Einhaltung dieser Vorschriften zu beachten und zu befolgen.

Die Umsetzung einer Data Governance ist ein Mittel, um die Vertraulichkeit und Sicherheit aller personenbezogenen Daten zu gewährleisten und ein Risikomanagement sicherzustellen. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Praktiken, Richtlinien, Standards und Leitfäden, die eine solide Grundlage dafür bieten, dass Daten ordnungsgemäß verwaltet werden, wodurch innerhalb einer Organisation ein Mehrwert geschaffen wird.

Schritt 6 – BONUS: Auswahl der richtigen Lösungen

Die Verwaltung von Metadaten ist eine schnell wachsende Disziplin, die insbesondere für Unternehmen wichtig ist, die Innovationen oder Compliance-Initiativen bei ihren Datenbeständen durchführen wollen. Eine Lösung für das Metadaten-Management bietet Unternehmen eine zentrale Plattform, die es allen Datennutzern ermöglicht, eine Datenkultur zu implementieren.

Wenn Sie weitere Informationen zum Metadaten-Management erhalten möchten, kontaktieren Sie uns!

Was ist Data Literacy? Tipps zur Kontrolle Ihrer Daten

Was ist Data Literacy? Tipps zur Kontrolle Ihrer Daten

Seit einigen Jahren ist Data Literacy ein Trend. Den Unternehmen wird zunehmend bewusst, dass es sich dabei um eine wichtige Kompetenz auf dem Weg zu einer datengesteuerten Organisation handelt.

Technologie kann sich bei falscher Steuerung als Fehlschlag erweisen, doch ist sie meistens nicht die wichtigste Hürde, die zu nehmen ist. Denn laut der jährlichen Umfrage „Chief Data Officer“ von Gartner gelten kulturelle Faktoren als die größten Hindernisse – der Mensch, die Data Literacy und die notwendigen Kompetenzen.

Allerdings wissen viele Unternehmen immer noch nicht, was Data Literacy wirklich ist, bzw. wie sie ein Umdenken in ihrer Organisation bewirken können, um eine auf Daten ausgerichtete Kultur zu schaffen.

Aus ihrer Umfrage aus dem Jahr 2020 zog New Vantage Partners folgenden Schluss:

Unternehmen konzentrieren sich weiterhin auf das Angebot von Daten und Technologien, statt die Nachfrage nach letzteren durch Führungskräfte und Mitarbeiter anzukurbeln. Es geht mehr um einen technologischen Druck als um ein Verlangen seitens der Menschen, mehr datenbasierte Entscheidungen zu nutzen, intelligentere Geschäftsprozesse zu entwickeln bzw. Daten und Analysen stärker in Produkte und Dienstleistungen zu integrieren.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen erläutern, was Data Literacy bedeutet, warum sie für Ihr Unternehmen wichtig ist, und Ihnen Tipps für Ihren Weg zu mehr Data Literacy in Ihrer Organisation geben.

 

Definition von Data Literacy

Wie der eigentliche Begriff „Literacy“ (auf Deutsch Alphabetisierung), steht der Begriff für „die Kompetenz lesen zu können, um Wissen zu erwerben, auf zusammenhängende Weise zu schreiben und auf kritische Weise über gedruckte Dokumente nachzudenken“. Data Literacy ist die Fähigkeit, Daten zu konsumieren, um Kenntnisse zu erlangen, sie auf einheitliche Weise zu erzeugen und kritisch über sie nachzudenken.

2019 hat Gartner die Data Literacy definiert als „die Kompetenz zum Lesen und Schreiben von sowie zur Kommunikation über Daten in ihrem Kontext, einschließlich des Verständnisses der Quellen und des Aufbaus von Daten, der angewendeten analytischen Methoden und Techniken, wie auch die Fähigkeit, die Nutzung, die Anwendung und der Wert, der sich aus den Daten ergibt, zu beschreiben“.

Auf Grundlage dieser Definitionen können wir also folgern, dass Personen, die über eine gute Data Literacy verfügen, unter anderem folgende Fähigkeiten besitzen:

      • Durchführen von Analysen anhand von Daten,
      • Heranziehen der Daten zur Kommunikation von Ideen über neue Dienstleistungen, Produkte, Abläufe oder auch Strategien,
      • Verständnis von Dashboards (z. B. Visualisierungen),
      • Treffen von Entscheidungen auf Grundlage von Daten und nicht auf Basis von Intuition.

Zusammengefasst bedeutet Data Literacy, die notwendigen Kompetenzen zu besitzen, um Daten auf individueller oder gemeinsamer Basis effizient zu nutzen.

 

Warum ist Data Literacy wichtig?

Gartner erwartet, dass bis 2020 80 % der Organisationen eine bewusste Entwicklung der Kompetenzen im Bereich der Data Literacy vornehmen werden, um extreme Mängel überwinden zu können. Bis 2020 werden 50 % der Organisationen nicht genug Kompetenzen hinsichtlich KI und Data Literacy besitzen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen.

Die Zunahme im Volumen und in der Vielfalt der Daten (mit denen Unternehmen täglich überflutet werden) macht es notwendig, dass Mitarbeiter sich übergeordnete Kompetenzen mithilfe von Daten aneignen, wie kritisches Denken, Problemlösung und analytisches Denken. Da viele Organisationen immer mehr von Daten gesteuert werden, würde sich eine schlechte Data Literacy nachteilig auf ihr Wachstum auswirken. So hat Accenture in seiner Untersuchung „The Human Impact of Data Literacy“ (Die menschliche Auswirkung von Data Literacy) festgestellt, dass:

      • 75 % der Mitarbeiter sich bei der Arbeit mit Daten unwohl fühlen,
      • 1/3 der Mitarbeiter einen Krankheitstag aufgrund von Kopfschmerzen infolge der Arbeit mit Daten genommen haben.
      • Mangelnde Data Literacy Arbeitgebern fünf Tage Produktivität kostet, was einem jährlichen Produktionsverlust von mehreren Milliarden US-Dollar pro Mitarbeiter entspricht. 

Darüber hinaus deckte eine von Deloitte im Jahr 2019 durchgeführte Untersuchung auf, dass 67 % der Führungskräfte nicht mit dem Zugriff auf Datenressourcen oder ihrer Nutzung vertraut sind.

Daten stärken die Fähigkeit von Organisationen, geschäftliche Chancen physischer und digitaler Natur zu schaffen, indem sie die Genauigkeit verbessern, die Effizienz steigern und die Fähigkeit der Mitarbeiter stärken, einen größeren Mehrwert zu schaffen.

Daher ist es sowohl wichtig als auch unumgänglich, Ergebnisse aus Daten interpretieren, analysieren und kommunizieren zu können. Damit können verborgene Geheimnisse über Daten offengelegt werden, sodass ein Unternehmen gedeihen und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann.

 

Tipps für eine Verbesserung der Data Literacy

Im Folgenden finden Sie einige Tipps zur Realisierung eines effektiven Data-Literacy-Programms, das Ihr Unternehmen bei der Kontrolle seiner Daten unterstützt:

Tipp 1: Ausarbeitung einer Vision hinsichtlich der Data Literacy und der entsprechenden Ziele

Jede Organisation, die in Daten- und KI-Kompetenzen investiert, sollte eigentlich bereits eine Vision und einen Datenfahrplan erstellt haben. Datenverantwortliche und IT-Abteilungsleiter sollten die Tätigkeitsbereiche, in denen Daten einen Mehrwert schaffen können, identifiziert und hierarchisiert haben.

Diese Schritte sind wesentlich für den Aufbau einer Organisation, die ihre Daten im Griff hat. Ebenso sind sie wichtig, um Probleme hinsichtlich des Verständnisses und der Nutzung der Daten zu verringern.

Geschäftsführung und HR müssen dem gesamten Unternehmen zu verstehen geben, dass es sich bei den Daten um ein strategisches Asset handelt, das einen Mehrwert schafft. Indem die Datenvision und der Fahrplan als Kontext herangezogen werden, können sie allen Mitarbeitern verständlich machen, warum Daten wichtig sind, wie sie einen Mehrwert schaffen und wie sie sich auf das Unternehmen auswirken.

Fehlen eine klare Datenvision und ein Plan für die Wertschöpfung mithilfe der Daten, kann das die Mitarbeiter frustrieren und sie werden nicht verstehen, warum sie sich engagieren sollen, und es wird ihnen an Motivation mangeln.

Darüber hinaus sollte eine Vision zur Data Literacy die gewünschten Kompetenzen und Fähigkeiten wie auch das Verständnisniveau beschreiben, das für die verschiedenen Einheiten und Rollen erforderlich ist.

Führungskräfte, IT- und HR-Abteilung müssen ein Rahmenwerk erstellen, um die Kontrollziele zu erreichen, die Fortschritte zu messen und ein Instrument zum Erhalt der Data Literacy zu schaffen.  Insbesondere geht es um die Entscheidung, wie die Entwicklung der Kompetenzen gemessen und überwacht wird, und in welchem Ausmaß verschiedene Parteien in der Organisation Daten nutzen müssen, um ihre strategische Zielvorgaben zu erfüllen.

Tipp 2: Bewertung der Kompetenzen ihrer Mitarbeiter

Idealerweise sollten die auf Data Literacy bezogenen Kompetenzen bereits im Einstellungsverfahren neuer Mitarbeiter beurteilt werden.  Auf diese Weise könnte die HR bereits feststellen, welche Weiterbildung zur Data Literacy dem neuen Mitarbeiter im Laufe der Zeit angeboten werden kann.

In jedem Fall kann die HR für die derzeitigen Mitarbeiter ihre auf Data Literacy bezogenen Kompetenzen je nach Rolle und Verantwortlichkeiten mithilfe der zuvor beschriebenen Schritte ermitteln und kartieren.

 

Tipp 3: Erstellung von Data-Literacy-Modulen

Laut Qlik bieten lediglich 34 % der Unternehmen Schulungen zum Thema Data Literacy an.

In den meisten Fällen ist es die HR-Abteilung, die die Unternehmensleitung bei der Identifizierung und Überwachung von Verbesserungsbereichen und Entwicklungschancen für Mitarbeiter unterstützt. Ebenso ist sie für die Organisation der Schulungen zu spezifischen organisatorischen Kompetenzen wie auch der notwendigen Zeit zuständig. Das gilt auch für die Data Literacy.

Sobald HR und Vorgesetzte sich ein allgemeines Bild über Stärken und Schwächen eines Mitarbeiters oder einer Geschäftseinheit in Bezug auf die Data Literacy verschafft haben, kann die HR ein personalisiertes effizientes Schulungsprogramm ausarbeiten, mit dessen Hilfe der Mitarbeiter seine Data Literacy und seine analytischen Verantwortlichkeiten verbessern kann.

Tipp 4: Überwachen, messen und wiederholen

Die Umsetzung eines wirkungsvollen Data-Literacy-Programms braucht Zeit. Firmenchefs müssen daher ihren Mitarbeitern die entsprechende Zeit geben, sich mit der Data Literacy vertraut zu machen und ihre Kompetenzen zu verbessern.  Im Laufe der Zeit wird der Blick auf Daten zu einem Bestandteil der Unternehmenskultur.

Schließlich ist es auch wichtig, Fortschritte bei der Data Literacy auf Unternehmensebene und individueller Ebene zu kommunizieren. Die Überwachung und Kommunikation der Fortschritte ist für eine weitere Bewertung des Fahrplans, der Vision und der Data Literacy Ihres Unternehmens entscheidend.

Eine solche langfristige Planung und Investition in die Schulung der gesamten Organisation, wie auf Daten zugegriffen wird, wie sie vor Ort verstanden und analysiert werden, intensiviert das Engagement und die Investitionen seitens der Teams für Data Science, maschinelles Lernen und KI.

Sobald Unternehmen Erfolge aus ihren Data-Literacy-Bemühungen sehen, werden sie in der Lage sein, Daten im ganzen Unternehmen einzusetzen, zu nutzen und maximalen Mehrwert daraus zu generieren!